Kijken, kijken, snel kopen; scheint das Motto der Jugendlichen in Deutschland geworden zu sein. Sie kaufen immer schneller Luxusmode und scheuen sich nicht, Hunderte von Euro nach einem Online-Besuch von nur wenigen Minuten auszugeben. Dies geht aus einer Analyse von Winkelstraat.nl hervor, die mehr als 700.000 Transaktionen von über 300 Geschäften und Marken untersucht hat, die über die Online-Marktplatz verkaufen. Gen-Z und Millennials verbringen im Durchschnitt 50 Prozent weniger Zeit auf einer Webseite, bevor sie ein teures Paar Sneakers oder Designerbekleidung kaufen, als noch vor fünf Jahren. Zudem ist der durchschnittliche Rechnungsbetrag seit 2017 um über 20 % gestiegen, was bedeutet, dass deutsche Jugendliche zunehmend leichter Geld für teure Markenmode ausgeben und sich nicht lange Gedanken über hohe Ausgaben machen.
Zweihundert Euro in zwei Minuten Das Interesse an Luxusmarken unter Jugendlichen nimmt weiter zu. Zwei von drei* deutschen Jugendlichen kaufen heutzutage regelmäßig Luxusmode wie Balenciaga-Sneakers im Wert von 750 Euro. Und das ganz unkompliziert. Die junge Generation scheint impulsive Luxuskäufe zu tätigen und lässt vergleichende Preiserhebungen der letzten Jahre außen vor. Denn nachdem sie online ein teures Paar Sneakers oder Designerbekleidung gesehen haben, vergehen im Durchschnitt noch nicht einmal zwei Minuten, bevor sie diese gekauft haben. Dabei geben sie im Durchschnitt 200 Euro aus, wenn sie shoppen. Dies geschieht übrigens mehrere Male im Monat. Beliebte Kleidung und Sneakers, die am schnellsten im Online-Warenkorb landen, sind: Dsquared2, Parajumpers und Airforce. Zudem werden 84 % der Einkäufe über das Smartphone getätigt.
Joost van der Veer, CEO und Mitbegründer von Winkelstraat.nl: „Millennials und die Generation Z fördern den Verkauf und das Wachstum von Luxusmarken, und das wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie leichtfüßig sie schnell große Beträge für ein paar limitierte Sneakers, eine luxuriöse Tasche oder besondere Jeans ausgeben. Dies bietet Chancen für bestehende Designer-Marken und neue Labels.“